Zum Inhalt springen

Lebenslauf von Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter

Heinrich Oberreuter (Jg. 1942) studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Soziologie an der Universität München — in der 1968er Zeit. Nach seiner Promotion war er bei Hans Maier Wissenschaftlicher Assistent am Geschwister-Scholl-Institut und 1970 auch beim Deutschen Bundestag.

Von 1978 bis 1980 war er Professor am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin; von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2010 Ordinarius für Politikwissenschaft an der Universität Passau. 1991 bis 1993 Gründungsdekan für Geistes- und Sozialwissenschaften an der TU Dresden. 1993 bis 2011 wirkte er als Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Gegenwärtig hat er die Redaktionsleitung für die Neuauflage des Staatslexikons der Görres-Gesellschaft inne. An der Hochschule für Politik München ist er verantwortlich für den Bereich Recht und Staat.

Gastprofessor ist er am Dartmouth College, N.H. (dessen Advisory Board er angehört) und an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. U.a. hat er an der Harvard, der Columbia und der Georgetown University, an der Sorbonne, an der Běijīng University sowie an der National Taipeh University und an den Akademien der Wissenschaft in Kiew und Moskau doziert.

Er ist u.a. stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen, Vorsitzender des Kuratoriums der Europäischen Akademie Bayern, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur zu Mainz und des Herausgebergremiums der Zeitschrift für Politik.

Oberreuter hat vielfältige Publikationen zur Parlamentarismus- und Parteienforschung, zur Kommunikationspolitik sowie zur Zeit- und Verfassungsgeschichte vorgelegt, zuletzt: Wendezeiten. Zeitgeschichte als Prägekraft politischer Kultur (2010), Republikanische Demokratie. Der Verfassungsstaat im Wandel (2012) sowie Macht und Ohnmacht der Parlamente (2013). Er ist Träger mehrerer hoher Auszeichnungen sowie der Ehrendoktorwürde der TU Dresden. 2017 und 2018 erschienen die beiden ersten Bände der Neuauflage des Staatslexikons.